Steckbriefe der Zielarten - Baumpieper (Anthus trivialis) PDF Drucken E-Mail
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Baumpieper (Anthus trivialis)
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Baumpieper (Anthus trivialis)


Der Baumpieper ist in der Wahl seines Lebensraumes flexibel: Streuobstwiesen, lichte Wälder, Waldränder an Kahlschlägen und Lichtungen, Heiden, Moore, Weinberge und Feldgehölze können von ihm besiedelt werden, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Lebensräume mit einer zu dichten Baum- und Krautschicht werden jedoch gemieden.

Als einzige der Ziel- und Leitarten brütet der Baumpieper am Boden, soweit möglich geschützt durch Grasbulten, Altgras oder niedrige Sträucher. Zu häufige Mahd oder eine intensive Beweidung stellen daher Gefahren für das Nest dar. Für die Nahrungssuche wiederum darf die Vegetation aber nicht zu dicht und hoch sein. Die von ihm bevorzugten kleinen, weichhäutigen Insekten wie Schmetterlinge und deren Larven, Zweiflügler und Heuschrecken, aber auch Käfer, Wanzen, Blattläuse, Zikaden, Schlupfwespen, Ameisen, Köcherfliegen und Spinnen findet er leichter in magerem Aufwuchs.

Für den Bestandsrückgang des Baumpiepers werden immer dichter wachsende Wiesen mit verantwortlich gemacht. Die Ursachen dafür sind Nährstoffeinträge aus der Luft und der Landwirtschaft. Gebietsweise kommt er in Baden-Württemberg zwar noch zahlreich vor, die Bestandszahlen von 30.000 bis 60.000 Brutpaaren im Jahr 2004 weisen aber eine vorhergehende starke Abnahme um bis zu 50 Prozent auf.

Unabdingbar für die Gründung der bis zu drei Hektar großen Reviere sind Ansitz- und Singwarten, von denen aus der Vogel das Gelände gut überblicken kann. In schütter bewachsenen Hanglagen können daher auch niedrige Gebüsche oder Pfosten ausreichen. Ansonsten kommen tote Äste von Bäumen, Leitungsdrähte und Masten in Frage.

 

Quelle: Leitbildbroschüre "Was brauchen Halsbandschnäpper, Wendehals, Steinkauz und Co.?", S. 26

 



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. Juni 2013 um 15:22 Uhr